Since 1955

Ein Leben im Zeichen des Friedens


  • 17) Wie´s so war, daheim

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    Es war eine schöne Zeit, zwischen 1956 und 1970. Unsere Straße war eine kleine heile Welt. Kriminalität und Bedrohung jeglicher Art gab es nicht. In der Nähe gab es mal einen Vorfall. Eine Frau war die Treppe herunter gestürzt und dabei zu Tode gekommen. Es ging das Gerücht um, dass die Frau gestoßen wurde, da…

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  • 14) Es wird gefeiert

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    Wie schon mal erwähnt, wurde trotz permanenter Geldnot viel gefeiert. Am meisten bei uns zu Hause. Irgendwie reichte es dann doch immer für ein bisschen Bier und/oder man hatte sich auch ein Wein-Abo von irgend einem dieser Weinvertreter aufschwatzen lassen. Eine gute Studie dieser Zeit findet man in dem Loriot Sketch mit dem Staubsaugervertreter der…

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  • 13) Die Freunde meiner Eltern

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    Die Freunde meiner Eltern stellten einen ziemlich weit gefächerten Querschnitt der Bevölkerung dar. Am Anfang waren es in erster Linie die Freunde in Bad Hersfeld und teilweise Kriegskameraden meines Vaters. Da gab es den Heinrich aus Sprendlingen und seine Frau. Heinrich war wohl im Krieg zusammen mit meinem Vater untergebracht. Er zeichnete sich durch eine…

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  • 12) Wirtschaftswunder und seine Tücken

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    Es war für mich ein Glücksfall in einem Eigenheim aufwachsen zu dürfen. Mit einem eigenen kleinen Zimmer und einem relativ schönen Garten. Natürlich war mein Vater als Alleinverdiener nicht gerade üppig mit Geld gesegnet. Die Löhne waren nicht sehr hoch, und der Unterhalt des Hauses kostete. Er war der einzige Ernährer der Familie solange ich…

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  • 11) Die verhasste Schulzeit beginnt

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    Für mich war der Schulbeginn kein Grund zur Freude. Die ersten sechs Jahre meines Lebens hatte ich zu Hause, behütet von meiner Mutter, verbringen dürfen. Man hatte mich nicht in einen Kindergarten gegeben, wie das einige Familien mit ihren Kindern taten. Ein fürchterlicher Gedanke für mich. So, jetzt war es dann aber soweit. Ich musste…

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  • 10) Spielkameraden und die kulturelle Aneignung

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    Fast in jedem zweiten Haus wohnte ein Kind in ähnlichem Alter wie ich. Mit Doris von Gegenüber hatte ich die Unterschiede zwischen Mädchen und Buben untersucht, als plötzlich meine Mutter im Treppenhaus zu hören war. So schnell wie irgend möglich hatte ich mir was angezogen um meine Mutter im Treppenhaus abwimmeln zu können. Aus irgend…

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  • 9) Das kleine Ich

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    Das kleine Ich war vor allen Dingen erst einmal viel krank. Herr Dr. W. der mich in diese Welt geholt hatte, sollte auch in meiner frühen Kindheit ein häufiger Anlaufpunkt bleiben. Er hatte mir aufgrund der Häufigkeit meiner Besuche in seiner Praxis oder aufgrund seiner häufigen Besuche bei uns zu Hause, oder warum auch immer,…

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  • 8) Hersfeld

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    Reisen, hieß zu dieser Zeit, nach Bad Hersfeld fahren zu meinem Opa und meiner Oma. Die Eltern besuchten dort auch mal ein paar Freunde. Für die 150km lange Reise wurden zahlreiche belegte Brötchen geschmiert. Dann nahmen meine Schwestern und ich auf dem Rücksitz platz, und meine Eltern saßen vorne. Klar, mein Vater musste ja fahren.…

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  • 7) Zurück ins eigene Haus

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    Die Reichsheimstätten-Doppelhaushälfte hatte für eine Familie wie uns, eine ausreichende Größe. Es hatte einen Keller, wo sich der mit Koks betriebene Heizkessel und das dazugehörige Kokslager befanden. Eine Waschküche, die fortan jede Woche am Waschtag, wofür der Montag vorgesehen wurde, zum Waschen der Wäsche einer fünfköpfigen Familie diente. Ich weiß nicht ob jedem wirklich klar…

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  • 6) Die Amis sind weg

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    Im Jahre 1956 muss es wohl gewesen sein, als die durch die Amerikanische Schutzmacht beschlagnahmten Häuser wieder an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben wurden. Mein Vater durfte direkt nach dem Auszug der Besatzer in das Haus und machte eine schreckliche Entdeckung. Die Besatzer hatten alles bewegliche Inventar ausgeräumt. Dazu gehörten auch die antiken und wertvollen Möbel…

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