Since 1955

Ein Leben im Zeichen des Friedens


  • 4) Ich werde ich, im zweiten Versuch

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    1954 begab es sich, dass sexuelle Handlungen meiner Eltern zu unerwünschtem Erfolg führten. Eine unmögliche Situation. Noch ein Kind in der kleinen Zweizimmerwohnung. Das geht nicht. Meine Mutter und mein Vater beschlossen daher, dass dieses Kind nicht ausgetragen werden könne. Zu dieser Zeit gab es Herrn Dr. W. der Allgemeinmediziner mit angeschlossener Gynäkologischer Abteilung (ein…

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  • 3) Die Familie

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    Mein Vater hatte es tatsächlich in amerikanische Kriegsgefangenschaft in der Nähe von Bad Hersfeld geschafft. Das war für ihn ein Glücksfall in mehrerlei Hinsicht. Erstens war er in der Nähe seiner Familie. Meine Mutter und er hatten sich vor Ausbruch des Krieges in Bad Hersfeld kennen und lieben gelernt. Er war auf Anraten seines Vaters…

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  • 2) Gedanken, die immer wiederkehren

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    Vor nicht allzu langer Zeit musste ich einen Termin in einer Nachbarstadt wahrnehmen. Die Strecke dort hin bin ich mit Sicherheit schon hundert mal gefahren. Jedes Mal fällt mir ein Hinweisschild auf eine Gedenkstätte auf und immer denke ich, dass die Erde an dieser Stelle von völlig unnötig vergossenem Blut getränkt wurde, da das Ende…

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  • 1) Einiges sollte vorher klargestellt werden

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    Ich schreibe diesen Blog um Erinnerungen aus meinem Leben zu konservieren. Das Geschriebene stellt meine Sichtweise der Dinge dar. Vieles basiert auf Erzählungen oder aus Veröffentlichungen, die ich gelesen habe. Einige Begriffe stammen aus der Zeit, die gerade beschrieben wird und werden heute als anstößig oder gar rassistisch bezeichnet. Dies bitte ich zu entschuldigen, und…

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  • 36) Im Berufsleben angekommen

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    Die Prüfung war geschafft. Irgendwie hatte ich meine extreme Prüfungsangst bezwungen. Vielleicht lag es einfach daran, dass man uns eingebläut hatte, dass ein Versagen, dank unserer hervorragenden Vorbereitung auf die Prüfung, gar nicht möglich wäre. Viele der Prüfungsaufgaben kamen uns tatsächlich sehr bekannt vor. Waren sie doch so ähnlich sehr intensiv geübt worden und lösten…

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  • 37) Die Mördergrube

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    Wenn ich alles das, was ich da so geschrieben habe Revue passieren lasse, wird mir immer mehr bewusst, in welch einer behämmerten Zeit wir leben. Ich werde daher zum Schluss meines Geschreibsels einiges anmerken, da ich aus meiner Seele keine Mördergrube machen will, wie es so schön heißt. In früheren Kulturen hat man auf die…

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  • 35) Das UFO

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    Neben dem nun neuen Berufsleben fand ja auch weiterhin nach Feierabend die Clique statt. Bei weitem nicht mehr so exzessiv. Schon etwas gediegener. Unsere kleinkriminelle Abteilung hatte sich mehr und mehr rar gemacht. Vielleicht waren wir denen schon zu spießig. Ab und zu hörte man mal was aus deren Dunstkreis. Wir nahmen das zur Kenntnis…

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  • 34) Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Oder doch?

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    Pünktlich am Mittwoch dem ersten September 1971 trat ich in der Hansaallee 18, erster Stock, in Frankfurt meine Ausbildung zum Technischen Zeichner an. In meiner Tasche befanden sich drei weiße Kittel, heute Labormantel genannt. Das war die allererste Lektion – Sauberkeit. Grafitstaub und Tusche waren die Hauptkontaminanten, und wenn die den Kittel verschmutzten, musste dieser…

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  • 33) Schule im Buchenbusch, pubertärer Teil (Letzter Akt)

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    Die Jahrgangsstufen acht, neun und zehn gingen mit einem ständigen Niedergang der schulischen Leistungen einher. Es gab Tage, da war ich einfach nicht in der Lage in die Schule zu gehen. Auch ohne soziale Netzwerke kann Schule zum Alptraum werden. Mobbing unter Mitschülern war nicht das Problem, sondern die konsequente Verweigerung der Lehrerschaft, Schulunterricht interessant…

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  • 32) Die Clique

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    So mit fünfzehn Jahren wurde aus den Schulfreunden eine Clique. Das hatte im wesentlichen damit zu tun, dass einige Schulfreunde auch andere junge Menschen zu Partys anschleppten. Einige davon teilten die eigenen Ansichten und Interessen. Man war sich irgendwie sympathisch. Mit denen traf man sich dann auch immer öfter, bis man eigentlich ständig zusammen hing.…

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  • 31) Die Filme

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    Ich habe die Zeit für ein kurzes Kapitel gefunden. Dann muss es auch raus. Mein Klassenkamerad und Freund Manfred hatte eine Doppel 8-Filmkamera. Eigentlich gehörte sie seinem Vater, aber der nutzte sie sowieso nie, also ging das Nutzungsrecht stillschweigend auf seinen einzigen Sohn Manfred über. So zumindest sahen wir das. Manfreds Eltern hatten sowieso so…

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  • 30) Die Feten

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    Bisher boten sich die einzigen Möglichkeiten des Näherkommens mit dem anderen Geschlecht, also den Mädels, nur im Schwimmbad und in der Schule. Letzteres eher nicht so gerne, da man dort nie alleine war und man vor peinlichen Schlappen während der Eroberung im Beisein der Mitschüler nicht gefeit war. Das Schwimmbad war da eher geeignet. Konnte…

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  • 29) Landschulheim Waldmichelbach

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    Wie im letzten Kapitel erwähnt, ging es direkt am nächsten Tag nach der Konfirmation in´s Landschulheim nach Waldmichelbach im Odenwald. Die Fahrt mit dem Bus dort hin war schon sehr schön. Mal weg von zu Hause. Nicht wie mit dem Schwimmclub, nur übers Wochenende, sondern gleich zwei Wochen. Das war schon irgendwie aufregend. Dort angekommen…

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  • 28) Der Alkohol und die Konfirmation

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    Es war die Zeit, in der der evangelisch getaufte Christ in den Konfirmantenunterricht geht, um dann an dessen Ende durch die Konfirmation (Bestätigung) die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft zu bestätigen. Für mich war aber die Erwartung üppiger Geschenke der viel größere Antrieb. Ich glaube, so richtig wusste ich auch nicht, was Konfirmation eigentlich bedeutet, da…

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